Prüfeinrichtungen

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Prüfeinrichtungen

 

In unseren büroeigenen Messlaboren mit Hallraum, Schallschutzprüfstand und Akustikstudio untersuchen wir Materialien sowohl in Bezug auf ihre akustischen Eigenschaften (Absorption etc.) als auch hinsichtlich ihrer Schalldämmung.

 


 
Bauakustischer Prüfstand gemäß DIN EN ISO 14140-2

 

Im bauakustischen Prüfstand werden die Schalldämmeigenschaften von Bauteilen mit Ausschluss der Flankenübertragung ermittelt. Dazu wird das Prüfmaterial in den Wandprüfstand mit unterdrückter Flankenübertragung eingebaut. Die Prüfräume sind schalltechnisch voneinander entkoppelt, so dass die Schalldämmung des Prüfbauteils ohne Einfluss der Flankenwege bestimmt werden kann. Die Ergebnisse können dann für den rechnerischen Nachweis zum Schallschutz berücksichtigt werden.
Zudem lassen sich beim Prüfobjekt akustische „Schwachstellen“ über eine Dichtigkeitsprüfung ermitteln und optimieren. Abschließend wird ein bauakustisches Prüfzeugnis ausgestellt.

 

 

 


 
Hallraum gemäß DIN EN ISO 354

Die Bestimmung der raumakustisch wirksamen Eigenschaften von Prüfobjekten erfolgt im Hallraum. Dazu werden die Nachhallzeiten im Hallraum für den Leerzustand sowie mit Prüfmaterial gemessen. Aus der Differenz der Nachhallzeiten bzw. der äquivalenten Schallabsorptionsfläche werden die frequenzbezogenen Absorptionswerte des Prüfobjektes ermittelt. Das Schallabsorptionsmaterial kann dabei unterschiedliche Formen und Abmessungen aufweisen. Nicht nur Wand- und Deckenabsorber, sondern auch andere Prüfobjekte, wie Bestuhlungen, Vorhänge, Akustikmöbel o.ä. können dabei auf ihr akustisches Verhalten hin geprüft werden. Die Ergebnisse können dann für die raumakustische Simulation weiter verwendet werden. Abschließend wird ein akustisches Prüfzeugnis ausgestellt.

Alu Paneele

 

Deckensegel

 

GK-Abhangdecke

 

Wandabsorber

 


 
Labor für akustische Auralisationen

Akustische und elektroakustische Aufgaben werden von unseren Ingenieuren mit dem kompetenten Einsatz von fachspezifischer Software gelöst. Dabei spielen Parameter, grafische Darstellungen, Tabellen und numerische Ergebnisse eine wichtige Rolle. Darüber hinaus ist es möglich, eine qualitative und quantitative Bewertung der akustischen und elektroakustischen Ergebnisse vorzunehmen. Dies ist für Fachingenieure vollkommen hinreichend aber für unseren Auftraggeber und unsere Projektbeteiligten oftmals nicht plastisch und plausibel. Daher haben wir die Möglichkeit geschaffen, die Ergebnisse von akustischen und elektroakustischen Dimensionierungen und Planungen hörbar zu machen. Wo zum Beispiel Zahlenkolonnen für den Ingenieur einen ausreichenden Informationsgehalt besitzen, so ist es für unseren Auftraggeber entscheidend, wie das Hörergebnis in seinem Raum nach Realisation unserer Planung- und Beratungsleistung sein wird. Als Sonderleistung in zum Beispiel hoch dotierten Projekten mit höchst anspruchsvollen akustischen Eigenschaften bieten wir somit an, einen sehr realitätsnahen Höreindruck vom geplanten Raum zu erhalten, ohne dass dieser bereits gebaut sein muss.

Im Rahmen einer sogenannten Auralisation machen wir also die akustischen und elektroakustischen Planungen und Dimensionierungen hörbar. Da wir ohnehin fachspezifische Software einsetzen, um die von uns zu planenden akustischen und elektroakustischen Maßnahmen in virtuellen 3-dimensionalen Räumen zu überprüfen, liegt es nahe, diese virtuellen Räume auch dazu zu nutzen, um eine Auralisation durchzuführen. Mit einer dazu spezifizierten Software ist es möglich, akustische Signale, die zuvor in einer möglichst neutralen akustischen Umgebung (reflexionsarmer Raum) aufgezeichnet wurden, in den virtuellen Raum einzugeben und an jedem beliebigen Ort im virtuellen Raum abzuhören. Dabei wird das zuvor akustisch neutrale Signal, welches Sprache oder Musik sein kann, mit den akustischen Verhältnissen im virtuellen Raum, verursacht durch Raumakustik und Beschallungstechnik, modifiziert. Durch die virtuelle Modifikation des akustisch neutralen Signals (Faltung) entsteht ein neues Audiosignal. Dieses neue Audiosignal entspricht dem Ereignis, welches man hören würde, wenn man sich später nach Bau und Realisation des Raumes an der zuvor ausgesuchten Position befinden würde. Einfach ausgedrückt kann man sich in den virtuellen Raum begeben und sich an den unterschiedlichen Positionen anhören, wie es sich später nach Realisation der akustischen und elektroakustischen Maßnahmen tatsächlich anhören wird. In der Regel erfolgt dieses Anhören im virtuellen Raum über Kopfhörer, damit kein weiterer Raumeindruck hinzukommt. Da jedoch in der Vergangenheit oftmals der Wunsch an uns herangetragen wurde, eine derartige Auralisation mit mehreren Personen gleichzeitig und ohne die Einschränkung durch Kopfhörer durchzuführen, haben wir das Auralisationslabor gebaut. Dieser Raum ist allseitig mit hochabsorptiven Materialien ausgekleidet und verfügt über eine Studio-Lautsprecheranlage, mit der eine höchst qualitative und neutrale Audioübertragung ermöglicht wird. Durch die möglichst akustisch neutrale Gestaltung des Raums, wird die Atmosphäre eines Tonstudios geschaffen. Somit ist es möglich, das im virtuellen Raum entstandene realitätsnahe Audiosignal unverfälscht an den Zuhörer zu übertragen. Um auch einen optischen Bezug zu den Hörerpositionen im 3-dimensionalen virtuellen Raum zu schaffen, können wir zeitgleich einen Blick in das 3-dimensionale Raummodell von der gerade auralisierten Position über eine Großbildprojektion einblenden.

Neben dem rein informativen Gehalt, sich im Vorfeld anhören zu können, wie es später im realen Raum klingen wird, haben wir unser Labor bereits mehrfach dazu verwendet, um dem Auftraggeber, Nutzer, Investoren oder Architekten eine akustische Entscheidungsvorlage zu präsentieren, wenn zum Beispiel unterschiedliche akustische oder beschallungstechnische Lösungen gegeneinander abgewogen werden müssen.

Ihre Ansprechpartner


 

Dipl.-Ing. Benjamin Haupt M.BP.
+49 (2202) 936 3029
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Randolf Roeseler
+49 (2202) 936 30 18
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Tobias Paschke, B. Eng.
+49 (2202) 936 3014
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Dipl.-Ing. Ulrich Gräf
+49 (2202) 936 3018
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